Neben
den Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen die Magen-Darm-Erkrankungen eine
zweite, wichtige Gruppe der Zivilisationserkrankungen dar. Die Beschwerden
sind in den westlichen Industrieländern weit verbreitet. Allein in
Deutschland leidet fast jeder Zweite an Beschwerden des Verdauungstraktes.
Falsche
Eßgewohnheiten, eine Ernährung mit denaturierten Fertigprodukten,
Bewegungsarmut und ein Lebensrhythmus, der sich mehr an äußeren
Zwängen als an physiologischen Ansprüchen orientiert hinterlassen
ihre Spuren u.a. in Form von typischen Magen-Darm-Beschwerden
wie Sodbrennen, Verstopfung, Durchfall, Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
Verpilzungen, Zöliakie oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und
ein an die Verdauungsabläufe angepasstes Essverhalten sind die Grundlage
der ernährungstherapeutischen Beratung. Unterstützend kommen
für die Beruhigung des Magen-Darm-Traktes und die Wiederherstellung
einer geregelten Verdauung auch Bitterstoffe, pflanzliche Quellstoffe
(Flohsamen), spezielle Teekräutermischungen, Einläufe und auch
physikalische Anwendungen in Form von Bädern, Kräuterwickeln
und Umschlägen zum Einsatz. |